6/07/2009

It's not my fault

In den letzten Tagen habe ich mich nicht sehr nach bloggen gefühlt und dementsprechend wenig Text gab es. Ich hab im Moment einfach so viel Freizeit, dass ich immer an mein Abitur denken muss und dass widerum, löst bei mir depressive Einschnitte in meinem Gewissen aus. Ich finde mein schlechtes Gewissen ist viel zu sehr ausgeprägt, d.h. ich bin ein ziemlicher Schisser. Ich kann freiwillig einfach nichts tun, was gegen irgendwelche Gesetze und Vorschriften verstößt und wenn doch, dann frisst mich die Angst und mein Gewissen von Innen auf. Auch schere ich mich ziemlich um das, was Leute über mich denken. Ich tu immer so, als geht es mir am Allerwertesten vorbei, obwohl es im Grunde nicht so ist.

Wie schon gesagt, hab ich zur Zeit mit meinem Abiturergebnis zu kämpfen und mit den (zu erwartenden) Reaktionen der 'erwachsenen' Leute hier. An mir hängt nämlich der Ruf, supergut in der Schule zu sein, was bis zur Stufe der Grundschule ja auch stimmt, danach jedoch nicht mehr der Fall war (und hey, waren wir bis zur 4. Klasse nicht alle Genies?). Zu meinem Leidwesen hat sich dieser Gedanke jedoch so sehr in die Köpfe der Erwachsenen hier eingraviert, dass manche doch tatsächlich glauben eine Zensur schlechter als 2 hätte noch nie unter meinen Arbeiten gestanden. Ich weiß nicht, wieso dieses Image von der Grundschule so lange an mir kleben geblieben ist; die Menschen hier erwarten sicherlich einen Einserschnitt von mir, von dem ich aber mehr als Lichtjahre entfernt bin. Jedenfalls macht mir das Ganze ziemlich zu schaffen, obwohl es mir egal sein könnte, denn schließlich geht den anderen mein Abi nen Scheißdreck an und ich weiß, ich kann besser, aber da kommt wieder mein ausgeprägtes Gewissen zum Vorschein und das Gefühl, versagt zu haben :\
Aargh, weg von der negativen Aura, hin zur Langweiligen.

Ich hab es endlich geschafft, Abitte zu lesen und zu sehen, nachdem ich schon soviel Positives darüber gehört habe (das schöööönste Kleid der Filmgeschichte :D). Zuerst was zum Buch: die Geschichte ist ergreifend, hat überraschende Einschnitte, jedoch ist mir das Buch ein wenig zu langatmig. An manchen Stellen werden Dinge, Vorgänge sehr genau und detailreich beschrieben, für meinen geschmack schon zu genau. Allerdings ist es trotzdem ein schönes Werk und ich kann es nur weiterempfehlen. Der Film war ebenfalls gut, schlägt für mich persönlich allerdings nicht Stolz und Vorurteil, was aber eher an der Geschichte liegt; Ich liebe S&V einfach.
Ein weiteres schönes Buch, das ich gestern Abend beendet habe ist 'Die Mitte der Welt' von Andreas Steinhöfel. Weniger anspruchsvoll (gehört ja auch zur Jugendliteratur(:), aber trotzdem ergreifend, witzig und unterhaltend.

''Phil ist siebzehn Jahre alt, hat eine Zwillingsschwester (Dianne), eine beste Freundin (Kat), eine etwas verrückte Mutter (Glass) mit einem Männertick und eine Liebe - Nicholas. Die Geschichte behandelt nicht in erster Linie die Homosexualität Phils sondern stellt die Schwierigkeiten vor, mit denen er sich alltäglich auseinandersetzen muss.

Phil wohnt mit seiner Mutter und seiner Schwester in einem riesigen Gutshaus (Visible) etwas abseits eines Ortes. Die Bewohner verstehen die etwas schrullige Familie nicht, und es gibt kaum Kontakt zwischen den drei Hausbewohnern und den Menschen aus der Umgebung. Ausnahmen sind Phils Mentorin, eine Rechtsanwältin (Tereza) und seine Freundin Kat, die Tochter des Schuldirektors, die immer wieder gegen die Verbote ihrer Eltern verstößt, um Phil zu besuchen.

Die Erzählung erklärt durch Anekdoten die Vergangenheit der Familie, mit Geschichten über den nicht vorhandenen Vater, einen Onkel als Vaterfigur, Kindheitserinnerungen von Phil und Dianne. Episoden der Gegenwart handeln unter anderem von Phils Liebe zu Nicholas, Gespräche mit seiner Mentorin und Streitigkeiten zwischen seiner Schwester und seiner Mutter. '' (Wikipedia)

Die Zusammenfassung lässt es wie ein kitschiges, x-bliebiges Teeniebuch klingen, aber das ist es definitiv nicht. Der Schreibstil ist vollkommen meins, allerdings lässt mich das Ende ein wenig unbefriedigt zurück; mein Inneres schreit mehr, weiter, aber das 'mehr' und das 'weiter' muss man selbst in die Hand nehmen.
Jetzt folgt 'Sakrileg' von Dan Brown auf englisch; auf deutsch hab ichs schon gelesen (und geschaut). Von Mimi übrigends, deren Vater nie aufhören wird, sie mit englischsprachigen Büchern zu versorgen, die sie sowieso nie lesen wird.

3 Kommentare:

The real QT hat gesagt…

Uff, wem sagst du das mit den nur-auf-die-Schulnoten-fixierten Erwachsenen hier. Total kacke -.-"
Zumal ich finde, dass in anderen Städten viel mehr kleine Vietgenies leben als hier. Meine Mutter sagt mir andauernd, dass ich für die Schule lernen, mich im Studium anstrengen und mir später einen guten (d.h. gut bezahlten) Job suchen soll. Ich sei es ihr ja schuldig und nichts würde sie glücklicher machen etc pp. Grrrr.

"Aaaaah, wie geht's, lange nicht gesehen. Und? Wie läufts bei deinem Kind in der Schule?" -typischer Anfang eines laaangen Gesprächs, bei dem mit seinem eigenen Kind entweder totaaal angegeben wird (eher selten)

ODER

das eigene Kind zur Sau gemacht wird und das ach so tolle Kind von dem Gesprächspartner in den Himmel gelobt wird. (oooooft, jedenfalls bei mir)
Eigentlich geht mir das nicht so nahe, weil ich weiß, dass es auch bei mir zum Großteil an der Faulheit liegt, naja...

-=[Selbst Einstein hatte nur ne Vier in Mathe und war später mal total genial]=-

Anonym hat gesagt…

LOL da oben^^^

ich bin bei abbitte auf seite 100 angelangt (XD ey ich hab schulstress) und 'mitte der welt' war meine lieblingslektüre bis jetzt. und 'das parfüm' natürlich.

Made For Her hat gesagt…

es ist definitiv faulheit und davo sind alle hier in zwickau betroffen (außer du thanh :D)